Teilhabe an der digitalen Gesellschaft fördern

Wir bieten digitale Bildung an, damit alle die Chance haben, selbstbestimmt und sicher an der digitalen Welt teilzunehmen. Die digitale Gesellschaft gestalten wir inklusiv, indem wir diejenigen, die beim Zugang benachteiligt sind, unterstützen und Barrieren abbauen. Wir sorgen durch Datenschutz und Verbraucherrechte dafür, dass sich die Menschen vertrauensvoll in der digitalen Welt bewegen und teilhaben können. Wir schaffen auch die Voraussetzungen, um das große Potenzial der Digitalisierung für eine intelligent vernetzte Versorgung der Menschen im Land zu nutzen. Damit sich alle Menschen in Rheinland-Pfalz zuhause fühlen, fördern wir gesellschaftliches Engagement und Kultur.

Unsere Fokusthemen

Digitale Bildung

Alle Menschen verfügen über Fähigkeiten, um digitale Technologien verantwortungsvoll zu nutzen und sich kritisch mit digitalen Inhalten auseinandersetzen zu können. 

Medienkompetenz ist Lebenskompetenz, die wir bei jungen Menschen früh fördern müssen. Angesichts der fortschreitenden Digitalisierung bleibt die Medienkompetenzentwicklung aber auch über Kita, Schule, Ausbildung oder Studium hinaus ein lebenslanger Prozess und muss in Erwachsenenbildung und Arbeitsumfeld berücksichtigt werden. Um die Chancen der Digitalisierung zu nutzen und ihre Herausforderungen realistisch einzuschätzen, brauchen wir sowohl viel Mut, Offenheit und Flexibilität als auch einen klaren Kompass: Auf unserem Digitalkompass stehen nicht Nord, Süd, Ost und West, sondern Chancen, Gerechtigkeit, Teilhabe, Barrierefreiheit und Selbstbestimmung. 

Das Fundament der Kompetenzangebote und Bildungseinrichtungen, auf dem wir dabei aufbauen, ist sehr gut. Bereits heute fokussieren und stärken alle Schulen, zahlreiche Einrichtungen der Erwachsenenbildung, Träger von digitalen Bildungsangeboten und zunehmend auch Kitas im Land auf digitale Kompetenzen. Diese Angebote wollen wir systematisch ausbauen, an den Nutzenden orientiert und im Sinne des Verbraucher- und Datenschutzes gestalten. Das Erleben und Erfahren digitaler Möglichkeiten soll noch stärker in den Vordergrund rücken und die Menschen in Rheinland-Pfalz dazu ermutigen, den digitalen Wandel als Chance zu verstehen und souverän an der digitalen Welt teilzunehmen. 

Qualifizierte Angebote zum Kompetenzerwerb können nur von gut ausgebildeten Fachkräften und gut ausgestatteten Bildungseinrichtungen gemacht werden. Deshalb unterstützen wir die Kitas und Kitaträger, Schulen und Schulträger sowie Hochschulen umfassend bei der Digitalisierung. Wir setzen uns weiterhin dafür ein, dass alle Schulen digital ausgestattet und an das Breitband-Internet angeschlossen werden. Auf dieser Grundlage sollen innovative Unterrichtskonzepte entstehen und weiterentwickelt werden. Moderne Technologien und digitale Tools stehen zur Verfügung, um das Lernen interaktiver, kollaborativer, individueller und effektiver zu gestalten. Eine Schule der Zukunft fördert von der Primarstufe bis zum Schulabschluss schulartüber greifend und altersgerecht die Entwicklung von Medienkompetenzen sowie den kritischen und konstruktiven Umgang mit der digitalen Welt. 

Das Bildungsportal RLP bündelt als zentrale Online-Instanz alle Services und Anwendungen im pädagogischen, organisatorischen und administrativen Bereich und enthält unter anderem auch das Digitale Bücherregal des Landes, das 2023 als bundesweit einmaliges Leuchtturmprojekt startete. Auf das Bildungsportal RLP können alle Schulleitungen zugreifen, 96 % der Schulen nutzen dort bereits Anwendungen. Wir ermöglichen so individuelle, digitale Lehr- und Lernangebote, schulische Kommunikation und onlinebasierte Verwaltung auf der Höhe der Zeit und schaffen 

Beratungsmöglichkeiten für anerkannte Einrichtungen der Erwachsenenbildung. Wir fördern damit einen stetigen Kulturwandel, zu dem eine moderne Lernkultur sowie der Austausch von Wissen, Erfahrung und Materialien gehören.

Das Fokusthema Digitale Bildung nimmt im Rahmen der digitalen Transformation eine herausgehobene Stellung ein. Für den Bereich der früh kindlichen und der schulischen Bildung werden in dieser übergeordneten Landesstrategie lediglich zwei konkrete Etappenziele herausgegriffen. 

Nach Veröffentlichung der Digitalstrategie RLP im Jahr 2023 hat das Ministerium für Bildung den Weg fortgesetzt und eine ressortspezifische Ausgestaltung der Digitalstrategie für die Bildungslandschaft entwickelt, die insbesondere Ziele und Maßnahmen im Bereich des Lernens und Lehrens in einer Kultur der Digitalität vertieft.

Intelligent vernetzte Versorgung

Die digitale Vernetzung von Daten und Diensten dient einer sektorenübergreifenden Versorgung und hilft, Entfernungen zu überbrücken.

Die Digitalisierung bietet großes Potenzial, um die Gesundheits- und Pflegeversorgung der Menschen spürbar zu verbessern. Digitale Lösungen vereinfachen die Prävention, Behandlung und Nachsorge von Patientinnen, Patienten und von Menschen mit Pflege- und Unterstützungsbedarf. Wenn digitale und analoge Versorgung verknüpft werden, entstehen neue, intelligente Lösungen, die eine ganzheitliche und bedarfsorientierte Versorgung möglich machen. Große Mengen qualitativ hoch wertiger Daten können etwa neue Erkenntnisse über Krankheiten liefern und die Entwicklung entsprechender Medikamente befördern. Die Telemedizin trägt dazu bei, räumliche Entfernungen zu überbrücken, Expertenwissen breiter nutzbar zu machen und ein selbstbestimmtes Leben auch in dünn besiedelten Regionen möglich zu machen. 

Grundvoraussetzungen für eine intelligent vernetzte Versorgung im Jahre 2030 sind innovative und zielgerichtete Versorgungsangebote und digitale Kompetenzen bei Mitarbeitenden in Pflege- und Gesundheitsberufen sowie bei den Bürgerinnen und Bürgern. Gesetzliche Grundlagen und Standards wie Telematik, Infrastruktur und elektronische Patientenakte werden vom Bund vorgegeben, umgesetzt und angewendet werden sie aber vor Ort. Dafür müssen die Versorgungsakteure auf kommunaler Ebene, Krankenkassen, ambulante Pflegedienste und Start-ups kooperieren. Als Landesregierung wollen wir alle Beteiligten zusammenbringen und neue Formen der digitalen Vernetzung unterstützen. - 

Um innovative digitale Lösungen anzuwenden, brauchen wir entsprechende Kompetenzen bei den Fachkräften in den Pflege- und Gesundheitsberufen. Deshalb bauen wir bis 2030 das Angebot an den berufsbildenden Schulen, Universitäten und in der Fort- und Weiterbildung aus. Gleichzeitig setzt eine erfolgreiche intelligent vernetzte Versorgung auch voraus, dass Patientinnen, Patienten, Menschen mit Pflege- oder Unterstützungsbedarf und sorgende Angehörige von digitalen Angeboten wissen und diese annehmen wollen. Für uns sind die patientenzentrierte Entwicklung von Versorgungsangeboten und die digitale Kompetenz zum Thema Gesundheit und Pflege zentral.

Digitale Inklusion

Die digitale Gesellschaft ist für alle Menschen gleichermaßen zugänglich und gewinnbringend.

Ungleichheiten und Diskriminierungen werden in der digitalen Welt reproduziert und oft sogar verstärkt. Merkmale wie Alter, Bildungshintergrund, Einkommen, aber auch geschlechtsspezifische Unterschiede und Stereotype beeinflussen die auch die Teilhabe in der digitalen Welt. Unter „digitaler Inklusion“ verstehen wir die Gestaltung einer digitalen Welt, in der alle dazu befähigt sind, mitzumachen – unabhängig von Alter, Geschlecht, sexueller Orientierung, Identität, Einkommen, Bildungsstand, Behinderung oder Einschränkung. 

Einen bedeutenden Beitrag für digitale Inklusion leisten begleitete Mentoring-Programme, in denen sich Menschen mit ähnlichen Erfahrungen gegenseitig beim Umgang mit der Digitalisierung unterstützen. Je mehr wir gesellschaftliche und staatliche Aktivitäten ins Internet verlagern, desto stärker werden diejenigen ausgeschlossen, die sich den digitalen Zugang dazu nicht leisten können. Daher brauchen wir ein stärkeres Bewusstsein für Ausschlussmechanismen bei der Digitalisierung und niedrigschwellige Lern-, Begegnungs- und Nutzungsorte, an denen Endgeräte und persönliche Unterstützung zur Verfügung stehen. Die bestehenden rechtlichen Vorgaben zur Barrierefreiheit von öffentlichen Angeboten wollen wir konsequent umsetzen und eine Landesfachstelle Barrierefreiheit mit Kompetenz im digitalen Be reich einrichten. 

Die digitale Welt muss so gestaltet werden, dass jede und jeder Einzelne Zugang zu ihr hat und vor Gefahren geschützt ist. Eine zugängliche und sichere digitale Welt zeichnet sich auch dadurch aus, dass Schäden durch digitale Mechanismen wie Tracking und Manipulation verhindert werden. Wir setzen uns weiterhin auf der Bundesebene dafür ein, Diskriminierung durch Algorithmen zu verhindern. Wie in der analogen Welt sind viele Gruppen in der digitalen Welt Anfeindungen und Gewalt ausgesetzt. Wir wollen für dieses Thema sensibilisieren, Präventionsarbeit leisten und Betroffenen Unterstützung anbieten, damit niemand Hass und Hetze erfahren muss.

Kultur & Ehrenamt

In Städten und ländlichen Regionen fördern digitale Angebote das Miteinander.

Wir werden digitale Technologien einsetzen, um das Gemeinschaftsgefühl der Menschen und ihre Bindung an die Region zu stärken. Eine sehr große Mehrheit der Menschen lebt gerne in Rheinland-Pfalz. Dazu tragen gute Lebensumstände, lebenswerte Regionen und der gesellschaftliche Zusammenhalt bei. Diese regionale Verwurzelung der Menschen zeigt sich in der überdurchschnittlich hohen Quote ehrenamtlichen Engagements. Eine weitere Besonderheit von Rheinland-Pfalz ist seine regionale Diversität. Unser Bundesland beheimatet sowohl urbane Ballungsräume als auch eines der größten zusammenhängenden Waldgebiete Deutschlands. 

Digitale Vernetzung und digitale Angebote sollen den Austausch und das gemeinsame Erleben leichter möglich machen und dazu beitragen, gute Lebensverhältnisse in Stadt und Land anzugleichen. Wir setzen bei der Digitalisierung im Ehrenamt und beim Sichtbarmachen von lokalen Angeboten an. Ehrenamtliches Engagement kann viele Formen annehmen: Sportstätten, Vereine, Ortsgemeinden leben von dem Beitrag, den Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzer tagtäglich in unserem Land für das gesellschaftliche Miteinander leisten. Daher wollen wir dem Ehrenamt noch mehr Anerkennung verschaffen und zivilgesellschaftliche Organisationen durch Information, Weiterbildung und die Schaffung einer digitalen Infrastruktur bei der Modernisierung unterstützen.

Zur Lebensqualität von Rheinland-Pfalz tragen auch die vielfältigen Kulturangebote in den Regionen und das reiche historische Erbe bei. Wir wollen Digitalisierung dafür nutzen, diese lokalen Angebote leichter zugänglich zu machen und den Menschen im ganzen Land zur Verfügung zu stellen. Wenn gemeinsames Erleben digital organisiert wird und wenn Informationen aus bestehenden Portalen zu Veranstaltungen sowie Lokalnachrichten frei und gebündelt zugänglich werden, verbessert das die Chancen der Menschen, unabhängig von ihrem Wohnort am Zusammenleben teilzunehmen. Perspektivisch wollen wir untersuchen, wie bspw. ein Chatbot eingesetzt werden kann, um Interessierten relevante Informationen zu Kulturveranstaltungen, kulturellem Erbe, Tourismus und lokalem Geschehen bedarfsgerecht zur Verfügung zu stellen.

Unsere Etappenziele und unsere Aktivitäten

Digitale Bildung

Bis Ende 2027 analysieren wir die Möglichkeiten digitaler Transformationsprozesse für die frühkindliche Bildung und lassen das Ergebnis in die Überarbeitung der Bildungs- und Erziehungsempfehlungen für Kindertagesstätten einfließen, um die Qualität der frühkindlichen Bildung und
Erziehung weiter zu verbessern.

➲ Wir streben in der zweiten Jahreshälfte 2026 die Initiierung des Prozesses zur Überarbeitung der Bildungs- und Erziehungsempfehlungen an. Wir beziehen etablierte wichtige Akteure wie z.B. die kommunalen und kirchlichen Spitzenverbände, die LIGA der freien Wohlfahrtspflege und den Landeselternausschuss ein. Zusätzlich soll der Grundschulbereich einbezogen werden, um einen guten Übergang zwischen Kita und Grundschule sicherzustellen.

➲ Digitale Medien und Prozesse gehören also längst zur Lebenswelt von Kindern dazu. Mit fortlaufendem Alter nutzen sie ein immer umfangreicheres Medienensemble selbst. Kinder und ihre Familien müssen für die Chancen und die Gefahren medialer Realitäten sensibilisiert wer den. An einer Erziehung zu einem bewussten und reflektierten Umgang mit Medien führt kein Weg vorbei. Daher braucht es eine frühkindliche Medienbildung, die auch die Eltern und pädagogische Fachkräfte miteinschließt. Best-Practice-Projekte wie das Hörprojekt (www.ohrenspitzer.de) schaffen einen niedrigschwelligen Zugang zu der Welt der Medien und sollen landesweit ausgebaut und angeboten werden.

Bis Ende 2027 entwickeln wir das Bildungsportal nutzerorientiert weiter, indem wir KI-gestützte Assistenzsysteme sowie bestehende und neue
digitale Bildungsangebote und -anwendungen integrieren und einen gut ausgestatteten digitalen Lehrkräftearbeitsplatz verfügbar machen.

➲ Wir binden die Budgetplattform des Start-Chancen-Programms und die Befragungsportale EVA-Klasse/EVA-Schule in das Bildungsportal ein.

➲ Wir ermöglichen den Zugriff über das Bildungsportal auf die Anwendung Fortbildung online (Eve-wa) und binden VIDIS3 ein, sodass Schulen Werkzeuge (kommerzielle Produkte) individuell im Portal freischalten können.

➲ Wir bieten im Rahmen des digitalen Lehrkräftearbeitsplatzes im Bildungsportal eine sichere Dateiablage an und machen die landesweiten
Diagnosewerkzeuge 2P, 2Primar, Profil AC im Bildungsportal verfügbar.

Bis Ende 2027 bauen wir die Angebote und digitalen Kompetenzen von Erwachsenen im Projekt „Fit im Digitalen Leben - DigiNetz“ aus, um
dieses durch weitere Standorte noch mehr Bürgerinnen und Bürgern zugänglich zu machen.

➲ Mit dem Ausbau des DigiNetz schaffen wir vor allem mit DigiSmart-Kursen und -Sprechstunden leicht zugängliche Möglichkeiten für die Bürgerinnen und Bürger, um digitale Kompetenzen zu erwerben. Die Sprechstunden zu digitalen Fragen werden wir an mindestens 40 vhs-Standorten anbieten, damit Bürgerinnen und Bürger wohnortnah Antworten erhalten.

➲ Zu den Kompetenzfeldern des DigComp 2.2 wird ein Portfolio mit standardisierten Kurskonzepten zur Verfügung gestellt, die vor Ort durchgeführt werden können.

➲ Wir werden weitere 20 vhs-Räume mit Technik für hybriden Unterricht ausstatten, damit die Teilnehmenden wahlweise vor Ort oder digital an vhs-Kursen teilnehmen können.

 

Digitale Inklusion

Bis 2027 nutzen mehr Menschen mit Unterstützungsbedarf Angebote zum Erwerb digitaler Grundkompetenzen.

Landesweit ermöglichen mehr als 700 Digital-Botschafterinnen und -Botschafter digitale Teilhabe für ältere Menschen und unterstützen Schritt für Schritt beim Einstieg in die digitale Welt. Sie schaffen kostenlose Angebote wie offene Treffs, Sprechstunden und Hausbesuche. Das Angebot geht speziell auf Lernbedürfnisse im Alter ein, baut Berührungsängste ab und zeigt, wie digitale Medien den Alltag erleichtern können. Die Zahl der aktiven Digital-Botschafterinnen und -Botschafter soll langfristig auf 1.000 erhöht werden, um die Unterstützung flächendeckend in den Kommunen zu etablieren.

Die ePA-Coaches Rheinland-Pfalz vermitteln digitale Gesundheitskompetenzen und unterstützen ältere Menschen dabei, die elektronische Patientenakte (ePA) sicher und selbstbestimmt zu nutzen. Dazu werden ehrenamtliche Digital-Botschafter*innen speziell geschult und als ePACoaches
qualifiziert, um Senior*innen bei der Einrichtung und Anwendung der ePA zu begleiten.

Das Online-Service-Portal Silver Tipps bietet älteren Onliner*innen Informationen, Anregungen und Tipps, die den täglichen Umgang mit digitalen Medien sicher machen und Berührungsängste abbauen. In einem Modellvorhaben werden systematisch digitale Sorgestrukturen in Einrichtungen des Betreuten Wohnens als auch im Quartier aufgebaut und miteinander vernetzt. So wird die individuelle Lebensqualität hochaltriger Menschen als auch die strukturelle Versorgungslandschaft verbessert.

In ganz Rheinland-Pfalz entstehen individuelle Experimentier- und Lernräume, um Medienkompetenz zu stärken und Teilhabe zu ermöglichen. Bürgermedien sind im digitalen Zeitalter ein wichtiger Ort der sozialen Begegnung. In einem Netzwerk tauschen Produzierende und Ehrenamtliche ihre Erfahrungen aus, geben sich Feedback und lernen voneinander. Besonders bedeutsam sind informelle Bildungs- und Austauschformate, die regelmäßig stattfinden und meist für eine breite Zielgruppe niedrigschwellig zugänglich sind. Die bisherigen haupt- und ehrenamtlichen Ressourcen vor Ort werden ausgebaut, um sozialen Begegnungen und mediale Teilhabe langfristig zu ermöglichen. Bislang gibt es in Speyer, Ludwigshafen, Trier und Zweibrücken Orte der medialen Teilhabe, weitere Standorte sollen bis 2027 folgen.

Bis Ende 2027 werden die 20 meistgenutzten digitalen Verwaltungsservices vollständig barrierefrei gestaltet und zusätzlich in Einfacher Sprache verfügbar gemacht, um unsere zentralen Inhalte für alle Nutzenden zugänglich zu machen.

 

Intelligent vernetzte Versorgung

Bis Ende 2027 ist ein Großteil der Digitalisierungsmaßnahmen in Krankenhäusern umgesetzt, welche von Land und Krankenhauszukunftsfonds finanziell gefördert werden.

Das Land hat – zusätzlich zu den Mitteln des Krankenhauszukunftsfonds Landesmittel – zur Kofinanzierung in Höhe von rund 61 Millionen Euro bewilligt. Gefördert werden unter anderem Maßnahmen wie die Einrichtung von Patientenportalen, die ein digitales Aufnahme- und Entlassungsmanagement ermöglichen, die Einführung einer modernen digitalen Pflege- und Behandlungsdokumentation, die Umsetzung eines modernen digitalen Medikationsmanagements und zur Steigerung der Cybersicherheit in Krankenhäusern.

Bis Ende 2027 hat das IDG (Institut für Digitale Gesundheitsdaten) Rheinland-Pfalz sein Portfolio als Kompetenzzentrum weiter ausgebaut.

Das IDG entwickelt im vom Land geförderten Projekt InKaPP (Informiert sein. Krebsregisterdaten für aktive Patientinnen und Patienten) ein Patientenportal, das eine transparente und interaktive Darstellung der Daten der Onkologischen Patientenakte (oPA) ermöglicht. Die aus der Pilotstudie gewonnenen Erkenntnisse sollen langfristig in die Strukturen des IDG einfließen und das Portal nachhaltig in der onkologischen Versorgung verankern.

Mit DataDoc(k), einem neuen Netzwerk für datengetriebene Gesundheitsforschung in Rheinland-Pfalz, werden Wissenschaft, Versorgung und Praxis für einen verantwortungsvollen und innovativen Umgang mit Gesundheitsdaten zusammengebracht. Es sollen vorhandene Datenbestände sichtbar gemacht, Institutionen miteinander verknüpft und Lösungen für die Nutzung von Gesundheitsdaten für Forschung und Versorgung entwickelt werden.

Bis Ende 2027 werden durch die von uns geförderten Projekte die Versorgung und Vernetzung im Gesundheitsbereich gestärkt und innovative Möglichkeiten zur Entlastung des Praxispersonals erfolgreich eingesetzt.

Im geförderten Projekt TheraSurv Post-Covid kommen eine digitale Fallakte und eine Smartphone-App für Patientinnen und Patienten zum Einsatz, um die Versorgung in den fünf Post-Covid-Ambulanzen im Landsystematisch zu erfassen und auszuwerten.

Im geförderten Projekt TeleRheuma Plus werden Hausarztpraxen in telemedizinischen Sprechstunden in rheumatologischer Diagnostik geschult – insbesondere mit dem Ziel einer frühen Diagnose und einem schnellen Einstieg in die Behandlung

Im durch das Land geförderten Projekt „HÄPPI“ (Hausärztliches Primärversorgungszentrum – Patientenversorgung interprofessionell) des Haus ärztinnen- und Hausärzteverbands Rheinland-Pfalz wird unter anderem der Einsatz von KI-Telefonassistenten für Hausarztpraxen erprobt. Das Ziel ist, das Praxispersonal zu entlasten und die Ressourcen im Team gut zu verteilen. Patientinnen und Patienten können im Gespräch mit der KI-basierten  Telefonassistenz mitunter direkt Termine vereinbaren oder ihre Anliegen in den digitalen Workflow der Praxis-Teams einspeisen.

 

Kultur & Ehrenamt

Bis Ende 2027 haben wir eine Open-Access-Strategie für die Generaldirektion Kulturelles Erbe (GDKE) mit einer Selbstverpflichtung zur digitalen Veröffentlichung verabschiedet und mit der Etablierung eines standardisierten Arbeitsprozesses für die Publikation von Sammlungsobjekten begonnen.

Mit der Einführung der beiden neuen Systeme GraDo-rlp für die digitale und standardisierte Grabungsdokumentation sowie LIMeS-rlp für eine einheitliche Objekt- und Sammlungsinventarisation legt die GDKE das Fundament für eine Open-Access-Strategie sowie einen standardisierten  Arbeitsprozess für die Publikation von Sammlungsobjekten.

Bis Ende 2027 streben wir 15.000 aktive Nutzerinnen und Nutzer für die bis dahin landesweit vollständig digitalisierte Ehrenamtskarte an.

Um die angestrebte Anzahl an Nutzenden bis Ende 2027 zu erreichen, werden wir die Attraktivität der Karte durch die Gewinnung weiterer Vergünstigungen steigern und die digitale Ehrenamtskarte aktiv bewerben. Zusätzlich wollen wir weitere Kommunen für die Teilnahme gewinnen.